Baugewerbe von Corona-Virus massiv betroffen

Baugewerbe von Corona-Virus massiv betroffen

Trotz positiver Baugenehmigungszahlen : Die Liste der Auswirkungen ist lang

Bau­ge­wer­be von Coro­na-Virus mas­siv betrof­fen : “Die heu­te vom Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt bekannt gege­be­nen Bau­ge­neh­mi­gungs­zah­len sind trü­ge­risch. Auch wenn die Zah­len aus sta­tis­ti­scher Sicht rich­tig sind, sind sie lei­der kein Indiz für die wei­te­re Ent­wick­lung der Bau­kon­junk­tur.” Die­ses erklär­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Zen­tral­ver­bands Deut­sches Bau­ge­wer­be, Felix Pak­leppa, zu den heu­te bekannt gewor­de­nen Bau­ge­neh­mi­gungs­zah­len aus 2019.

Pak­leppa wei­ter: “Bau­ge­neh­mi­gun­gen sind kei­ne Auf­trä­ge. Das wis­sen wir alle. Die aktu­el­le Ent­wick­lung beim Coro­na-Virus macht auch vor der Bau­wirt­schaft nicht halt. Noch kön­nen wir nur schwer abschät­zen, in wel­chem Aus­maß die Pan­de­mie die Bau­wirt­schaft tref­fen wird.

Denn wenn bei der gewerb­li­chen Wirt­schaft Auf­trä­ge in Grö­ßen­ord­nun­gen weg­bre­chen, wer­den Inves­ti­tio­nen zurück­ge­stellt, mit ent­spre­chen­den Aus­wir­kun­gen auf den Wirt­schafts­bau. Wenn Bau­äm­ter wegen des Virus nur schwach oder über­haupt nicht besetzt sind, dann wer­den kei­ne öffent­li­chen Auf­trä­ge ver­ge­ben. Wenn Men­schen mit plötz­li­cher Arbeits­lo­sig­keit bedroht sind, wer­den sie kein Haus bau­en oder Sanie­rungs­ar­bei­ten in Auf­trag geben.

Wenn Bau­ar­bei­ter selbst infi­ziert sind, wer­den gan­ze Kolon­nen unter Qua­ran­tä­ne gestellt, Bau­un­ter­neh­men kön­nen nicht mehr arbei­ten, und damit kön­nen Auf­trä­ge nicht frist­ge­recht aus­ge­führt wer­den — mit ent­spre­chen­den Fol­gen. Schon heu­te errei­chen uns ers­te Mel­dun­gen über eine Unter­bre­chung der Lie­fer­ket­ten. Zudem kön­nen rund 100.000 Ent­sen­de­ar­beit­neh­mer, die wir drin­gend benö­ti­gen wür­den, nicht ein­rei­sen. Die Lis­te der Aus­wir­kun­gen des Coro­na-Virus auf die Bau­wirt­schaft ist lang.

Was die Betrie­be am drin­gends­ten brau­chen, ist Liqui­di­tät zur Absi­che­rung der Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se und Lohn­zah­lun­gen. Umso wich­ti­ger ist es, dass die öffent­li­che Hand ihre Bud­gets wie geplant an den Markt bringt und auch die Zah­lun­gen für erbrach­te Bau­leis­tun­gen zügig leis­tet. Am Ende bleibt die Hoff­nung, dass die in 2019 geneh­mig­ten Bau­ten nach der über­stan­de­nen Pan­de­mie rea­li­siert wer­den.”

Über den  Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Der Zen­tral­ver­band Deut­sches Bau­ge­wer­be ist der ältes­te und größ­te Bau­ver­band in Deutsch­land. Er ver­tritt die Inter­es­sen von 35.000 mit­tel­stän­di­schen inha­ber­ge­führ­ten Bau­un­ter­neh­men, ver­schie­dens­ter Spar­ten.

Als größ­ter Bran­chen­ver­band reprä­sen­tie­ren wir das gesam­te Spek­trum des Bau­ge­wer­bes: Vom klas­si­schen Hoch­bau, Stra­ßen- und Tief­bau bis zum Aus­bau. Dazu gehö­ren u. a. Flie­sen­le­ger, klas­si­sche Zim­me­rer, Holz­bau­er, Brun­nen­bau­er, Spe­zi­al­tief­bau­er, Est­ri­ch­le­ger bis hin zum Schlüs­sel­fer­tig­bau­er sowie Fir­men, die von der Pro­jekt­ab­wick­lung bis hin zum Faci­li­ty Manage­ment alle Dienst­leis­tun­gen anbie­ten sowie kom­plet­te ÖPP-Pro­jek­te abwi­ckeln. Unter dem Dach des ZDB sind sowohl hand­werk­lich gepräg­te, inha­ber­ge­führ­te klei­ne­re Unter­neh­men sowie gro­ße Mit­tel­ständ­ler ver­sam­melt.
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