Migraplan Immobilien Agentur

Migraplan Immobilien

Unser Leitgedanke ist sozial und gemeinnützig. Wir vermitteln für Mitglieder ohne Provision.

Aber wir sind auch realistisch:

Eine Berliner Bürgerinitiative will per Volksentscheid die Wohnungen der großen Immobilienunternehmen verstaatlichen. Das Land Berlin soll den großen Immobilienunternehmen ihre Wohnungen wegnehmen und selbst zu günstigen Konditionen vermieten. Menschen gehen dafür auf die Straße, da sie die vermeintlichen Übeltäter der Wohnmisere ausgemacht haben: Die großen Spekulanten auf dem Wohnung- und Grundstücksmarkt. Aber ist das wirklich so? Ist diese Ansicht zu Ende gedacht? Wir wollen hier einmal ein paar Denkanstösse geben:

Wir müssen in kurzen Etappen die Entwicklung des deutschen Wohnungsmarktes sehen. Nach dem Krieg standen in Westdeutschland 14,6 Mio. Haushalten nur 9,4 Mio. Wohnungen, inkl. aller Behelfsunterkünfte gegenüber. Das führte zum ersten Wohnungsbaugesetz und der Vergabe von unverzinsten Baudarlehen aus Haushaltsmitteln des Bundes und der Länder mit etwa 30-35-jährigen Tilgungsfristen.

Investoren wurden dabei verpflichtet, für die Laufzeit der Darlehen nur an Haushalte zu vermieten, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten überschreiten. Bis 1960 wurden so von den 4 Mio. Mietwohnungen 60 % durch öffentliche Förderung erstellt. Von 1950 bis 1990 sind von den knapp 19 Mio. gebauten Wohnungen etwa 7,5 Mio. Sozialwohnungen (Miete und Eigentum).

1956 wurde das zweite Wohnungsbaugesetz verabschiedet. Damit wurde die Orientierung auf Eigentumsförderung auch im Sozialen Wohnungsbau festgelegt. Der Schwerpunkt wurde durch vermögens- und familienpolitische Überlegungen auf Mittelschichten gelegt und einkommenschwache Haushalte traten hier schon in den Hintergrund. Die Nachteile einer Deregulierung des Wohnungsmarktes wollte die Politik ab den 1960er Jahren dann mit Wohngeld abfangen. Das allerdings ging grundlegend schief:

Nur 50 % aller Berechtigten nahmen ihren Anspruch wahr. 2010 wurden insgesamt 
1,8 Mrd. € Wohngeld (0,4 Mrd. € in den alten; 1,4 Mrd. in den neuen Bundesländern) gezahlt 
– je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln; 1992 waren es insgesamt noch 6,8 Mrd. DM.

Je nach Regierung wurde zwischendurch immer mal wieder an der Wohnungspolitik herumexperimentiert. Mit wenig durchschlagendem Erfolg, wie wir heute sehen. Heute haben, laut Böckler-Stiftung, vier von zehn Haushalten in Deutschland überdurchschnittlich hohe Mietbelastungen.

Die eigentlichen Verantwortlichen des heutigen schwierigen Wohnungsmarktes

Der laute Ruf nach Enteignung geht, wie oft, in die Falsche Richtung. Nicht die Wohnungskonzerne schaffen die Grundlage eines Marktes sondern die Politik. Die bisherigen Regierungen haben es nicht geschafft, ein Recht zu bedienen, daß den Deutschen zusteht. Es ist zwar nicht im Grundgesetz aufgeführt, doch aus der Menschenwürdegarantie in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des GG ergibt sich ein Regelungs- und Gestaltungsauftrag für die Politik. So ist zwingend geboten, dass der Staat die Grundvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein sichert. Das zu garantierende „Existenzminimum“ umfasst auch das Wohnen. Entsprechende Ansprüche verankert und konkretisiert das Sozialrecht. Hier müssen Demonstrationen ansetzen. Die Verantwortlichen müssen handeln. Auch davon gab es bis heute genug – wir haben sie Ihnen einmal aufgelistet:

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FDP

Die Minister:

Eberhard Wildermuth 1949 - 1952 FDP
Fritz Neumayer 1952 - 1953 FDP
Victor Preusker 1953 - 1957 FDP
Ewald Bucher 1965 - 1966 FDP
Irmgard Schwaetzer 1991 - 1994 FDP

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CDU / CSU

Die Minister:

Paul Lücke 1957 - 1965 CDU
Bruno Heck 1966 - 1966 CDU
Oscar Schneider 1982 - 1989 CSU
Gerda Hasselfeld 1989 - 1991 CSU
Klaus Töpfer 1994 - 1998 CDU
Eduard Oswald 1998 - 1998 CSU
Peter Ramsauer 2009 - 2013 CSU
Horst Seehofer 2018 - amtierend CSU

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SPD

Die Minister:

Lauritz Lauritzen 1966 - 1972 SPD
Hans-Jochen Vogel 1972 - 1974 SPD
Karl Ravens 1974 - 1978 SPD
Dieter Haack 1978 - 1982 SPD
Franz Müntefering 1998 - 1999 SPD
Reinhard Klimmt 1999 - 2000 SPD
Kurt Bodewig 2000 - 2002 SPD
Manfred Stolpe 2002 - 2005 SPD
Wolfgang Tiefensee 2005 - 2009 SPD

Aber Politik ist nicht die Aufgabe von Migraplan Immobilien. Daher nur noch so viel zur momentanen Situation: Im Koalitionsvertrag der heutigen Regierung hat die Große Koalition dem Thema „Bezahlbarer Wohnungsbau“ sieben von insgesamt 175 Seiten gewidmet. Es geht auch um die Reform der Mietpreisbremse und eine Art Wohnraumoffensive für 1,5 Millionen neue Wohnungen und Eigenheime. Diese Ansätze jedoch werden  Probleme, wenn überhaupt, lediglich lindern. Es bleibt die Frage, was der Bund machen kann. Denn im föderalen Deutschland sind auch die Länder und Kommunen für den Wohnungsbau zuständig.

Aber trotz aller Versprechen der Politik läuft es in Deutschland, wie die Sendung Panorama zeigt so:

UNSERE VISION

Ein gerechter, bezahlbarer Wohnungsmarkt, der für alle Bürger zugänglich ist und den Bedürfnissen entspricht.

UNSERE MISSION

Eine Optimierung der Zugänglichkeit zu Wohnraum ohne zusätzlichen Erschwernisse und zusätzliche Kosten.

UNSERE PHILOSOPHIE

Für uns stehen Menschen im Mittelpunkt unseres Handelns.  Unser Planen und Handeln richten wir ganz darauf aus.

UNSER VERSPRECHEN

Wir stehen zu unserer ausgeprägten, gemeinnützigen Ethik in jedem Bereich, der von uns für unsere Kunden wahrgenommen wird.

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